Ausgabe 1

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Die Ära Koller

„Μηδεν αγαν!" sagt der Grieche

Es war einmal ein Königreich, dessen goldene Schlossmauern mit Efeu bewachsen waren, das den Namen REUCHLIN trug. Die Menschen aller Länder sprachen von ihm als dem einzigen, dem wahren Gymnasium, und sein Ruf reichte weit übers Land. Doch die Jahre vergingen. Als das Reuchlin schon viel von seinem einstigen Glanz eingebüßt hatte, kam die Zeit, da ein neuer König das Zepter übernehmen sollte: Reinhold Koller. Es sollte eine gute Zeit werden.

Nach der anfänglichen Enttäuschung über das altmodische Schloss begann „der Chef", wie alle ihn bald nannten, sein Werk. Unermüdlich behob er einen Mangel nach dem anderen. Sein erster glorreicher Erfolg ward die Einrichtung einer Lehrertoilette, wofür ihm die Untertanen auf ewig dankbar sein werden. Eine Tat folgte der nächsten: neue Lampen für die Schlosskorridore, die Pausenhalle... Sein Bestreben, das Schloss zu verändern, zu modernisieren und zu verschönern, kannte keine Grenzen. Einen seiner größten Erfolge erstritt er mühsam gegen den Hof des Kaisers Ministerius: den naturwissenschaftlich - technologischen Zweig. Das Reuchlin würde wieder strahlen, sein Ruf würde weit übers Land reichen!

Doch es war nicht immer klar, dass Reinhold Koller König des Reuchlin werden würde. Denn er sprach nicht umsonst 8 Sprachen. Und bei seiner großen Liebe zu allem Südländischen wäre es nicht verwunderlich gewesen, hätte er dem Königtum, welches mit so viel Arbeit und Verantwortung verbunden ist, eine angenehmere Beschäftigung vorgezogen: Philosoph in Griechenland? Weinkoster in Frankreich? Opernbesitzer in Italien? – Aber Gott sei Dank war es anders gekommen. Denn wie alle Bewohner liebte auch der Chef das Königreich. So sagt die Legende, er habe sich auch von einem Abiturjahrgang, der das ganze Schloss abgesperrt hatte, nicht davon abhalten lassen, dieses zu betreten, sondern sei kurzerhand über eine Leiter (oder war es doch Rapunzels Haar?) in den ersten Stock eingestiegen. Doch normalerweise ward der Chef jeden Morgen in seiner prächtigen Kutsche, gezogen von den Pferden Mercedes und Benz, just vor das Schlosstor gefahren. Daraufhin parkte der Kutscher, welcher hauptberuflich sein Schwager und nebenberuflich Präsident des Landgerichts war, das Gefährt in der Tiefgarage. Der Chef hingegen schritt majestätisch in sein Königreich, der ehrfurchtsvollen Blicke gewahr, aber auch der aufmüpfigen, welche ihm nicht die Gunst eines Grußes erwiesen. Doch er war darüber erhaben. Er kannte seine Schäfchen. Wie treffend hatte er einst gesprochen: „Als König bekommt man von den Untertanen gern die Schuld zugeschoben. Natürlich, wenn man zwanzigmal etwas erlaubt kriegt, ist es selbstverständlich, aber wenn man einmal was verboten kriegt, ist es eine Katastrophe!"

Dem Chef ging es nie darum, den König raushängen zu lassen. Edelmütig und human (humanistisch?), wie er war, brachte er es in seiner gesamten Regierungszeit nicht übers Herz, mehr als zwei seiner Schützlinge des Königreichs zu verweisen und mehr als 12 verschärfte Verweise zu verteilen.

Er war nie ein König des Reuchlin, er war ein König der Reuchlianer!

Und so lebten sie glücklich und zufrieden… Doch halt! Etwas Schreckliches geschah! Der Chef sah, dass es an der Zeit war, einem neuen König Platz zu machen, der seinerseits für Neuerungen im Königreich sorgen würde, wie er es selbst einst getan hatte. „Μηδεν αγαν!" war stets sein Leitspruch gewesen: „Nichts im Übermaß". Dennoch hatte er so viel für das Königreich erreicht. Nun beschloss er – getreu seinem Leitspruch – auch etwas für sich zu tun: er würde reisen, wann es ihm beliebte, sich mit den Büchern befassen, deren sich unzählige in seiner Bibliothek befanden, sich an Theaterbesuchen und Konzertaufführungen erfreuen! Auch um sein eigenes kleines Schloss würde er sich liebevoll kümmern: er selbst sprach, dass er dadurch als „Maurer, Zimmermann und Gärtner" vollkommen ausgelastet sei. Auch seine ehrenamtlichen Pflichten am Hofe des Kaisers Ministerius würde er weiterführen: als Vorsitzender einer Stiftung für alte Sprachen würde er die humanistische Tradition aufrecht erhalten, wie er es auch während seiner Zeit im Königreich Reuchlin getan hatte! Aber natürlich alles in Maßen.

Die Bewohner des Königreichs sollten sich noch lange an ihn erinnern. Nie wieder würden sie dem den Korridor hinabschreitenden Chef in die Arme laufen. Nie wieder würden sie seinen zahlreichen Zitaten lauschen. Nun, da ihr König fort war, würden sie sich aus Trauer und, um ihn nicht zu vergessen, den ganzen Tag ihren Studien und Hausarbeiten widmen. Doch: „Μηδεν αγαν!" sagt der Chef – Recht hat er.

(kbin, tb)

 

Irie, Ras Dashan

eine Ingolstdädter Reggae-Band

Mittwochabend, irgendwo hinter dem Polstermarkt und dem Alf-Lechner Museum... Wir haben uns mit Tom von Ras Dashan zu einem Interview verabredet. Vor dem Probenraum laufen wir auch schon Hans, dem Bassisten, über den Weg (der übrigens, wie der Rest der Band, noch nichts von seinem Glück wusste, interviewt zu werden). Bald taucht dann auch Tom auf und wir werden in den Probenraum geführt. Nachdem die Band fertig aufgebaut hat, fangen wir mit unserem Interview an.

Ras Dashan, das sind 8 Ingolstädter Reggae-Begeisterte Musiker:

Bernd (Gesang), Tom (Gitarre), Manu (Rhythmusgitarre), Hans (Bass), Sidda (Keyboard), Cheech (Drums), Gabriella (Background) und Robby (Background).

feist: Seit wann gibt es euch denn schon?

Manu: In der Formation seit Sept.. 04.

Tom: Aber Ras Dashan gibt’s natürlich schon länger, seit etwa Oktober 2000.

Schreibt ihr eure Texte selber?

Manu: Ja klar, die meisten Texte schreibt der Bernd, die Musik an sich und die Lieder machen wir zusammen. Jedes Lied entsteht dann so mit der Band.

Feist. Wovon handeln eure Lieder?

Bernd: Es geht um Liebe, gesellschaftliche Sachen, Zwischenmenschlichkeiten, ein bisschen Philosophie und Politik. Also Alles, was uns so beschäftigt.

Gibt es von euch eine CD?

Bernd: Wir nehmen zur Zeit eine CD auf. Vielleicht wird sie dieses Jahr auch noch fertig, aber einen genauen Zeitpunkt können wir noch nicht nennen.

Gabriella: ...weil wir Künstler sind!

Robby: ...und außerdem, ... hab ich jetzt vergessen was ich sagen wollte... Die Songs entwickeln sich auch noch, während wir die Gigs spielen. Es fließen dauernd Veränderungen ein. Deswegen können wir auch gar nicht so schnell fertig werden, weil wir eben ständig was zu verbessern haben.

Wie viele Auftritte habt ihr denn?

Tom: So ca. 20 letztes Jahr, die meisten waren regional. Dieses Jahr haben wir uns zum Ziel gesetzt, uns überregional zu etablieren, so im Großraum Bayern, München.

Wie sehr steht ihr denn hinter den Rastafarigedanken*? (s.u.)

Bernd: Inwieweit wir uns damit identifizieren können, das ist ´ne persönliche Auslegungssache. Rastafari ist eigentlich eine schwarze Bewegung und steht für eine universelle Gemeinschaft, die gegen das Unterdrückungssystem ist, genannt Babylon. Aber es geht mir um die Grundsätze, die, wenn man sie nicht absolut fanatisch auslegt, absolut fit sind. Ich glaube an Jah -Gott, doch er hat viele Namen und alle sind grundsätzlich richtig. Jah ist Gott und Gott ist Liebe...

Manu: Also Rastafari ist mittlerweile eine Bewegung, die weltweit agiert. Es ist einfach egal, ob schwarz oder weiß, denn es geht eigentlich um den Grundgedanken. Den versuchen wir, also ich spreche jetzt mal für uns alle, durch die Musik den Leuten zuzutragen. Und daher haben wir schon eine Verbindung, also ich zumindest für meinen Teil. Ich lebe jetzt schon sehr nach dem Glauben, ich ess z.B. kein Fleisch, der Bernd auch nicht und bei den anderen weiß ich’s nicht. Aber grundsätzlich stehen wir alle hinter dem, was wir singen und schreiben.

Und wie verhält es sich so mit Drogen (allgemeines Vorurteil gegenüber Reggaemusikern)?

Die Meinungen der Bandmitglieder: Drogen nehmen wir keine, gell ?!... Also ich für meinen Teil bin strikt gegen Drogen!... Keine Drogen. ... was man halt immer so als Drogen bezeichnet... aber das ist vielleicht Auslegungssache... wir bezeichnen mal Gras als keine Droge...

Könnt ihr von eurer Musik leben?

Bernd: Leben können wir davon nicht, weil wir knapp 10 Leute (Mischer eingerechnet) sind, doch ohne sie können wir auch nicht leben!

Was sind eure sonstigen Berufe/ Beschäftigungen?

Gabriella: Ich unterrichte freiberuflich Tanz.

Bernd: Ich bin Teilzeitarbeiter, also ein bisschen jede Woche, jede zweite Woche, wie’s halt passt.

Robby: Der Robby bastelt an Flugzeugen rum, weil er das mal beruflich gelernt hat.

Tom: Ich arbeite in einem Musikladen und hab sonst auch viel mit Musik zu tun.

Sidda: Ich bin im Büro tätig.

Manu: Ich bin selbstständig und hab ein Restaurant /Cocktailbar (Swept Away).

Hans: Ich bin freiberuflicher Boxenbauer.

Danke für das Interview!

(Mehr dazu auf www.rasdashan.de)

*Anm. d. Red.: "Jah Rastafari" entstand in den 30ern auf Jamaika als religiöse Bewegung; half den Schwarzen sich gegen Unterdrückung und Sklaverei zu wehren; elementarer Bestandteil der Rastafaribewegung ist die Reggaemusik.

(inge)

 

Schneewittchen in Amerika

ein nicht ganz ernsthaft dokumentierter Tag

Im Rahmen des inzwischen fast traditionell von Frau Fackelmann jeweils alle zwei Jahre organisierten Austauschprogrammes mit Minnesota erhielten vierzehn Schüler unserer Schule einen Einblick in die amerikanische Mentalität und das (Schul)leben. Der erste Schultag sah etwa so aus: 7.00 Uhr - 7.15 UhrMein erster Schultag in Amerika also! Im Gegensatz zu Deutschland fängt der Unterricht in Amerika schon um 7.30 Uhr an und dauert bis 14.30 Uhr. Die meisten Schüler kommen mit dem Bus (ja! Genauso einer wie bei den „Simpsons"!) zur Schule, ab sechzehn Jahren kann man nach derFührerscheinprüfung auch selbst mit dem Auto hinfahren. Bis jetzt ist noch alles ganz normal, Leute aller Nationalitäten (viele Asiaten) unterhalten sich oder machen Hausaufgaben. 7.15 Uhr - 8.00 UhrDie Busse parken alle nebeneinander vor dem Schulgebäude. Ich betrete das riesige Gebäude (mindestens doppelt, nein drei - oder viermal so groß wie das Reuchlin), dessen Außengelände und Sportanlagen sich noch ewig weit hinter der eigentlichen Schule zu erstrecken scheinen. Anscheinend bin ich falsch angezogen, denn ein ungeschriebenes Gesetz scheint für Mädels eineSchuluniform aus Mikromini und bis über die Knie schlabberndes „Eastview"-Schulsweatshirt vorzuschreiben. Außerdem wirke ich mit meiner Winterblässe zwischen all den unnatürlich gebräunten Blondinen wie Schneewittchen in der „California-Barbie" Abteilung. 8.00 Uhr - 13.30 UhrNach einer Führung durch die Schule bin ich echt geplättet: Was die Leute für ein Glück haben! Es gibt eine große Bibliothek, eine riesige Sporthalle, außenrum befinden sich exzellent ausgestattete Krafträume, ein Tanzstudio, ein eigenes voll ausgestattetes Theater usw. Später haben wir die Möglichkeit, einige der Kurse zu besuchen. Die Auswahl ist gigantisch: Es gibt ein riesiges Angebot an Fremdsprachen, Sportarten, über Ernährung bis hin zu Töpferei und Inneneinrichtung und zusätzlich können die amerikanischen Schüler viel mehr Eindrücke gewinnen, da man dort jeweils neun Wochen lang jeden Tag denselben Stundenplan hat und dann neue Fächer wählt. Der Unterricht selbst läuft immer nach dem Prinzip ab, dass einige Zeit ein neuer Stoff behandelt oder etwas wiederholt wird, danach werden im Rest der Stunde Arbeitsblätter zur Übung und Vertiefung ausgefüllt. Uns Austauschleuten fällt vor allem auf, dass die für das jeweilige Fach eingerichteten Klassenzimmer technisch sehr viel fortschrittlicher ausgestattet sind als in Deutschland, sprich ein Beamer und ein Laptop, das jedem Lehrer für seine Arbeit zur Verfügung gestellt werden, sind ganz normal (beim Gedanken an das Tageslichtprojektor-Rumgetausche zu Hause kann einen da schon mal Wehmut befallen). Auch einige Feinheiten des amerikanischen Prüfungssystem würden einen Import lohnen: Zwar fallen fast täglich in irgendeinem Fach Tests an, diese werden jedoch alle im Voraus bekannt gegeben und der Stoff wird im Unterricht fast eins zu eins durchgekaut, was die relaxte Haltung der Schüler verständlich macht. Die Amerikaner sind übrigens, entsprechend ihrem Ruf, total lässig und aufgeschlossen auch wenn das Schulsystem ihnen selber auch in mehreren Jahren Unterricht nicht wirklich ausführliche Fremdsprachenkenntnisse vermittelt (natürlich ist es irgendwie unmöglich als Amerikaner Liebe zur deutschen Sprache zu entwickeln, wenn einem „Schnappi" als landestypische Musik vorgespielt wird)

13.30 Uhr – 14.15 Uhr In Amerika gibt es nicht die von Deutschland gewohnten Pausen zwischen den Stunden, weshalb den Deutschen am ersten Tag nach anstrengenden Fußmärschen durch kilometerlange Flure der Magen zwischen den Knien hängt. Da nicht alle zweitausend Schüler auf einmal Essen können, gibt es vier Etappen; je nach früherer oder späterer Etappe hat man nach dem Mittagessen noch mehr oder weniger Unterricht, so dass alle Schüler gemeinsam Unterrichtsschluss haben. Trotz dieser Aufteilung ist das Mittagessen ein Wettlauf um einen Sitzplatz und das „richtige" Essen, denn längst nicht alles, was die Schulkantine einem so vorsetzt, ist für von Mamas deutscherHausmannskost verwöhnte Mägen genießbar, wie wir schnell herausgefunden haben. (Sicherer Posten: Pommes, meide das Huhn!)

14.15 Uhr – 14.30 UhrNach dem Mittagessen, das eine halbe Stunde dauert, sitzen wir also ungeduldig unsere restliche Unterrichtszeit ab und nach einer Fahrt mit dem gelben Bus habe ich ihn überstanden, den ersten Schultag im Andersland. Auch wenn Schule bis nachmittags bestimmt nichts ist, was ich vermissen werde, war der Aufenthalt eine Erfahrung, die ich nicht missen wollen würde, und jedem der die Chance erhält an einem Austausch teilzunehmen, ist nur zu raten, sie möglichst zu nutzen.

(liz; Fotos: Lisa Kroll, 10a)

Ihr seid gefragt!

Meinungsumfrage

Meinungsumfrage: Klappe, die Zweite!

Wir haben einen neuen Versuch, eure Statements zu bekommen, gestartet. Diesmal zu diesem, immer noch aktuellen und vor allem in der Vergangenheit viel diskutiertem Thema: Amerika.

Da viele der befragten Reuchlianer leider kamerascheu waren oder sich nicht spontan äußern wollten, fällt diese Meinungsumfrage ein wenig mager aus. Aber warum so schüchtern?

„Die Gedanken sind frei" – Ganz nach diesem Motto (entnommen aus dem Kehrreim eines Liedes von Achim von Armin und Clemens Bretano) wollen wir euch in jeder Ausgabe eine Plattform bieten, um das loszuwerden, was ihr denkt! Voilà !

 

Cornelia Böhm, 8a

„Amerika finde ich eigentlich ein schönes Land, weil es noch wirklich unbewohnte Landstriche gibt, auf denen man keinen Menschen findet. Mit der amerikanischen Politik bin ich allerdings nicht ganz einverstanden."

 

Frederik Scheuer, 11b

„Ich finde die USA durch ihre Art viel gefährlicher als Staaten wie Nordkorea oder den Irak, weil sie ihre Arsenale dazu nutzen, um Macht zu demonstrieren und sie deshalb auch auf andere Staaten ausüben."

(kwe; sh)

 

 

Dr. Feist

Dinge, die die Welt bewegen ... von Dr. Feist erklärt

In dieser Rubrik wollen wir euch ab sofort eure Fragen, egal ob tiefsinnig, verrückt oder einfach nur wichtig, versuchen zu beantworten. Werft sie, egal ob anonym oder nicht, in den „feist"-Postkasten im Erdgeschoss (gegenüber dem Vertretungsplan)! Wir freuen uns drauf!

Lieber Dr. Feist!

Wir haben einen Lehrer, der uns erzählt hat, dass er "schokoladensüchtig" ist. Kann er davon so richtig abhängig werden? Ist das dann schädlich für ihn? Wir machen uns nämlich schon richtig Sorgen um ihn...

Marion, 13

Liebe Marion!

Schön, wie du dich um deinen Lehrer sorgst! Aber ich kann dich beruhigen, in einem sehr schlauen Buch habe ich nämlich das hier gefunden:

"...Es sind schon viele Untersuchungen gemacht worden und man hat tatsächlich alle möglichen verdächtigen Substanzen in der Schokolade entdeckt. Letztlich waren die Mengen aber immer sehr winzig. Die ernsthaften Forscher gehen nicht davon aus, dass diese Mengen überhaupt eine Wirkung im Körper entfalten. Ihre Erklärung ist viel einfacher: Schokolade ist eine Kalorienbombe, die viel Zucker und Fett enthält und das hat der Körper einfach gerne. Wir mögen also Schokolade, weil sie den Hunger auf besonders angenehme Art stillt!..."

Lieber Dr. Feist!

Ich habe eine echte Leidenschaft für Kaugummis. Aber es gibt doch tatsächlich Lehrer, die mir immer wieder verbieten, im Unterricht zu kauen. Gibt es nicht irgendwelche Möglichkeiten, wie ich trotzdem Kaugummikauen darf, oder wenigstens etwas, wie das ganze unauffälliger wird?

Anne, 15

Liebe Anne!

Das ist mal ein Problem, das ich wirklich gut nachvollziehen kann...

Ich habe dir hier mal eine Strategie, mit der du es hoffentlich schaffst, wieder an deine heißgeliebten Kaugummis zu kommen, entwickelt:

Als erstes solltest du es noch mal mit Diskutieren versuchen. Du könntest deinem Lehrer erklären, dass Kaugummikauen in diversen Studien nachweislich die Gehirnzellen angeregt hat und du das nur bestätigen könntest, weil du dich immer wesentlich munterer, konzentrierter und besser fühlst, wenn du einen Kaugummi im Mund hast.

Wenn das nicht hilft, kannst du natürlich weiterkauen, bis dich dein Lehrer zum Papierkorb schickt und mit einem netten Schreiben an deine Eltern ausstattet. Aber damit es gar nicht erst soweit kommt, solltest du vielleicht noch etwas an deiner Kautechnik feilen..

Grundsätzlich empfiehlt es ich, nur dann zu kauen, wenn der Lehrer wegsieht (z.B. an die Tafel), aber kleinere Bewegungen kann man mit etwas Übung recht unauffällig machen. Für die Lehrer, die ganz genau hinsehen: Ein in die Backe geschobener, unter die Zunge gesteckter oder an den Gaumen geklebter Kaugummi sieht schon verdammt unsichtbar aus...

Und noch ein tipp zum Schluss: Platzende Kaugummiblasen lassen sich nur sehr schwer vertuschen! Also viel Spaß beim trainieren!

(inge)

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